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RedFox Elbrus Race 2017


Am 28.04. flogen wir, eine kleine Gruppe von Läufern nach Moskau und dann weiter nach Mineralnye Vody, der Flug war sehr angenehm und es klappte alles. In Mineralnye Vody wurden wir schon von einem Fahrer des Veranstalters empfangen. Er fuhr den VW Bus mit großen Augen vor, als er unser Gepäck sah. Etliche Ski Säcke, Rucksäcke und restliches Gepäck und  8 Personen fanden aber Platz in dem Bus. Nun stand noch 3h Autofahrt auf dem Plan. Die Funktionstüchtigkeit von dem Bus stellten wir doch öfters in Frage,  die Fahrt wurde durch eine Passkontrolle mit schwer bewaffneten Soldaten unterbrochen und alle mussten sich in einem Container registrieren lassen. Es zeigte sich hier das die Verständigung in dieser Woche nicht leicht sein wird, da alles nur in Kyrillisch geschrieben ist und kaum Englisch gesprochen wurde. Weiter ging die Fahrt über Stock und Stein nach Azau wo wir die Woche in einem sehr angenehmen Hotel verbrachten.3ff815_aa860a95f4e84480b8ab05f37b15e73a_

Die ersten Sonnenstrahlen weckten uns sehr früh. Wir, Anton Philipp, Oliver Schneider, Gerald Blumrich und Adriano Colli machten uns gleich auf, den Berg und die Natur zu erkunden. Da ich keine Ski dabei hatte ging ich die ganze Woche im Laufschritt mit nach oben, die anderen stiegen mit Touren Ski auf. Die Eingewöhnungstour ging bis auf 3900m hoch, ein riesen großes Schaufenster tat sich auf und zeigte mir die ganze Schönheit der Bergkulisse. Der Wow Effekt war riesen groß, als ich den Elbrus sah, er wirkte auf mich unspektakulär und eher friedlich, das sich aber in dieser Woche des öfteren änderte. Der erste Tag beendete ich mit einem sehr guten Gefühl und gab mir Sicherheit das ich im Vorfeld gut an mir gearbeitet habe. In dieser Höhe nimmt der Luftdruck deutlich ab und der Körper gleicht dies mit einer erhöhten Atemfrequenz (auf 2500m muss schon 30% mehr eingeatmet werden) und Herzfrequenz aus. Deshalb machte ich in dieser Woche auch einige Lebensfeuer Messungen (24h HRV Messungen) um für meine weitere Arbeit als Trainer Daten und Erfahrungswerte zu sammeln. Ein eindrucksvoller Tag ging bei einem gemütlichen Lauf auf 2500m und einem guten, geselligen Abendessen zu ende.

Der nächste Tag wurde wieder für die Akklimatisation genutzt und wir stiegen bis auf 5000m hinauf, das Wetter war etwas durchwachsen und der dichte Nebel und Schnee machten eine Orientierung öfters unmöglich. Der Gletscher Anstieg bis auf 5000m war sehr stark vereist und machten ein Auf und Abstieg mit den Mikrospikes sehr schwer, es kostete viel Kraft um voran zu kommen. Auf dem Rückweg kehrte ich in der Mittelstation ein um einen Kaffee zu trinken. Die Einfachheit der Bewirtung und Anlagen wären bei uns nicht möglich und ließ mich erinnern wie schön und geordnet bei uns alles ist.  Am Abend entschieden wir uns dass wir am nächsten Tag zum Gipfel aufsteigen wollen, der Wetterbericht gab diesen Tag als schönster der Woche vor.  

In der Früh ging es bei Kaiser Wetter von Azau 2500m hinauf, wir hatten alles richtig gemacht und erlebten bleibende Eindrücke der Natur bis weit in den Kaukasus. Ab 5000m wurde es für mich spannend da ich noch nie in einer solchen Höhe war, ich merkte gleich dass ich gut vorbereitet war und hatte nur kurz auf 5300m etwas Koordinationsprobleme. Mit Dodo meinem Partner des Trans Alpin Run  bestieg ich zusammen den Gipfel. Ein unbeschreibliches Erlebnis für mich, den Berg und sich selbst zu bezwingen. Dieser Aufstieg war aber ein ganz besonderer für mich, ich verlor einige Tage vor meiner Abreise nach Russland einen Menschen der hinter diesem Sport und Projekt stand und mich unterstützte, die Gedanken war in dieser Höhe sehr nah bei ihm und Emotionen wurden frei. Im zügigen Tempo ging es nach unten, um nicht auszukühlen. Im Training 5,5h für diesen Berg gab mir Sicherheit und Zuversicht für das Rennen.  3ff815_305fdb636d1047c0b5559aaa71f0b054_

Bis zum ersten Rennen für mich waren es noch zwei Tage, die ich mit Regeneration und lockeren Einheiten nutzte. In dieser Gegend war außer Bewegung und Ruhe nicht viel los, Azau ist ein Dorf das auf einer Schotterhalde steht, mit einigen Hotels im Rohbau, ein paar Buden mit Souvenirs und einigen Kaffees mit Grills an der Straße. Ein ärmliches nie fertig gestelltes Dorf im Rohbau.

Der Tag mit dem Vertical Rennen über 3,4km und 1000 Höhenmeter standen an. Ich war sehr entspannt und freute mich nach einer Woche auf mein erstes Rennen. Der Start war in einem Anstieg und ich konnte mir keinen Reim darauf machen wie das Tempo so sein wird.  Das Rennen wurde auch zur Qualifikation für den Hauptlauf auf den Gipfel hergenommen.  Gestartet wurde auf 2500m  und dies war alles andere als nur ein aufwärmen für das was noch kommt. In 51min.  konnte ich zusammen mit Dodo als Ges. 16. die Ziellinie auf 3500m überqueren.  Ein Lauf der durch den starken Nebel geprägt war, der Nebel filterte alle Geräusche heraus und es war bis 20m vor dem Ziel eine Mystische Atmosphäre. Am Nachmittag nahmen wir noch an einem Benefizlauf für die World Vision Sauberes Wasser teil.  Es sollte in unserem Leben nichts selbstverständlich sein und wir sollten uns mit Achtsamkeit zu den Mitmenschen und der Natur bewegen, dies wurde mir hier immer wieder vor Augen geführt.

Am letzten Tag der Woche stand der Elbrus Gipfel mit dem Hauptlauf über 14,5km und knapp 3200m Höhenunterschied als Krönung  auf dem Programm. Die Wetterbedingungen waren durchwachsen, am Start mit knapp über 0 C°  im Sattel auf 5300m und auf dem Gipfel  mit bis zu 30km/h Wind nur noch  -25 bis -30 C° .  Die letzten 1500m musste aus Sicherheitsgründen mit Steigeisen und Klettergurt gelaufen werden, das Steilste Stück war komplett vereist und in einer Querung taten sich Gletscherspalten auf. In diesem Rennen erlebte man die Naturgewalten hautnah, Kälte, Wärme, Sturm und Nebel, traumhafte Ausblicke  wechselten schon fast Sekündlich. Dazu kam noch die hohe Belastung in dieser Höhe. Die Zeit und Platzierung waren für mich in diesem Rennen nie wichtig, ich ging mit jedem Schritt  gedanklich Menschen entgegen die für mich was besonderes sind, die ich in mein Herz geschlossen habe und ich war mit jedem Schritt dankbar über das was ich in dieser Woche erleben durfte. Mit einigen kleinen Missgeschicke im Rennen die zwar Zeit gekostet haben, aber mich nie störten, kam ich nach 4,5 Stunden als Gesamt. 9  auf dem Gipfel des Elbrus an und beendete ein ganz besonderes Projekt.  18274861_10203303923915397_6930502452505

Alle Teilnehmer kamen am Gipfel an und waren überglücklich, ein großer Dank geht Susanne Fisher und Michael Raab die uns diese Woche TOP betreut haben.

Wir besteigen Gipfel, weil wir sie lieben, wir lieben die Orte, an die sie uns bringen, und wir lieben es, unterwegs etwas über uns selbst zu lernen!

  

Apr27Elbrus Sky Race Höchster Berg Europas 5642m, das höchste Ziel Europas!!!

Am 28.04. bricht Seppi zum Elbrus Sky Race auf

Elbrus der höchster Berg Europas 5642m steht vom 01.05.-06.05. im Mittelpunkt der Ausdauersportler mit von der Partie ist auch Seppi Neuhauser vom Trail Running Team Sport Kessler.

Der Berg hat viele mystische Namen, wie Gefängnis des Prometheus, der Ewige Berg, Ort der Glücklichen oder Mähne aus Schnee.

 Das IX. International Festival of Winter Extreme Sports, lebt vor allem von den Typen, die aus der ganzen Welt anreisen um mit High Speed auf 5642m hinauf zu laufen. Am Mi. den 03.05 findet die Qualifikation über den  Vertical Kilometer® mit ca. 3km von 2450m auf 3450m statt, nur wer hier in der Qualizeit bleibt, darf drei Tage später am Sky Race starten. Start ist hier in Azau auf 2450m das wird 13km später auf 5642m erreicht, dazwischen liegt eine Strecke die über Schnee und Gletscher mit 3200Höhenmeter gespickt ist. Die Vorbereitung von Seppi mit speziellem Training für die Höhe, das er mit der Lebensfeuermessung laufend kontrollierte lief nach Plan. Viele Tipps konnte sich Seppi von Müller Dominik (der gerade auf dem Weg  zum höchsten Berg der Welt unterwegs ist) holen dazu kam noch das optimale Material von Sport Kessler. Aber die Kombination aus der Höhe, die möglicherweise eisigen gefühlten -30°C wird die große erfolgsentscheidende Unbekannte werden.




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