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Allgäuer - Lechtaler Alpen

Tagestour der Allgäuer : Gerald Blumrich und Jörg Schreiber (Team Trail Magazin) Anton Philipp und Thomas Miksch (Team Berglaufteam Haglöfs) und Mathias Dippacher

Die Eckdaten : 47,8 km / 2.900 Hm / 7:40 h

Strecke: Oberstdorf-Oytal-Käsersalpe-Eissee-Rauheck-Kreuzeck-Im Märzle-Marchscharte-Hermann v. Barth-Hütte- Birgerkar-Herrmannskarsee-Krottenkopfscharte-Oberes Mädelejoch-Kemptner Hütte-Sperrbachtobel-Spielmannsau-Oberstdorf

Tourenbeschreibung (von Gerald):

Wir starten an der Oybele-Halle und laufen ins Oytal rein. Es ist noch frisch, am Anfang steil hoch bis zur Straße und dann entspannt die ersten Kilometer auf Asphalt. Dodo macht die ersten Bilder, Dippi und Thomas sind eh schon weg und ich lauf mit Jörg hinterher.

Alle 5 Minuten fragt Jörg, welchen Berg von welcher Seite man gerade sieht. Ein paar Radler wundern sich, ob dies ein Rennen sei.

Dann vor dem Stuibenfall wirds steiler. Dodo ist mittlerweile auch vorne, der Wasserfall hat viel Wasser und wir spüren den frischen Wind und die Wucht der Wassermassen. Ein paar Serpentinen. Jörg verfällt schon wieder in seinen berüchtigten Schnellschritt. An der Käseralpe gibts frisches Wasser mit Carbo und gleich gehts weiter zum Wildenfeld.

Dippi trippelt immer durch die steilsten Kehren und erzählt nebenzu. Dann gehts eben rüber zum Eissee und wir kommen wieder in die Sonne. Die Aussicht wird immer besser, vor allem die Höfats gegenüber sieht super aus. Am Sattel oberhalb des Eissees begegnen wir Dodo. Er macht Bilder, muß aber dann gleich zu den Frontläufern aufschließen. Wir sehen dann 6 Beine am Grat gegen den Horizont und schrubben so gut es geht auch zum Rauheck rauf. Der Grat ist immer wieder herrlich schön, das Wetter heute eh gigantisch und ruck-zuck sind wir oben. Dippi hockt schon voll ausgeruht oben, Thomas grinst und Dodo meint: ?dann können wir ja jetzt weiter?.

Eine kurze Pause wird uns doch genehmigt, die Gipfelschau nach allen Seiten ist einmalig. Ich verteile Schokolade und trinke meine Flasche leer. Gegenüber die Marchspitze, wo ich letztes Jahr mit Thomas war. Dort gibts Steinböcke. Dippi findet das gut und schon sind wir unterwegs. Zum Kreuzeck rauf gehts locker, dann runter und schon verlassen wir den grünen Grat und sind in den grauen Felsen.

Wir biegen links ab zum Düsseldorfer Weg und wollen Richtung Barth-Hütte. Endlich gibts Wasser. ?Auf der March? heißt dieser Abschnitt. Eine kleine Hochebene, idyllisch und einsam. Dippi findet sich als Frontläufer in einem Rudel Schneehühner wieder. Die gaggern rum und rennen zwischen die Felsen. Perfekt hellgrau getarnt. Mindestens 10 Stück mit Nachwuchs.

Immer schön am Hang links rauf und plötzlich sind wir in den Steinböcken. Auch hier gibts Kinder, Jugendliche und Eltern. Sie ziehen gemütlich in den Felsen herum, liegen auf Grasflecken und lassen sich von uns kaum stören. Ich schätze, daß die Gruppe schon so 30 Stück hat.

Nächster Treffpunkt ist die Marchscharte auf 2.430 m. Wo soll mer hin? Die Mehrheit ist für Apfelstrudel auf der Barth-Hütte. Dippi hat den Weg schon gesehen, der herrlich leicht fallend durchs Kar nach links runter zieht. Hier zu laufen ist wieder mega-gut und schnell sind wir an der nächsten Gratrippe. Oben drüber und in 10 Minuten hocken wir schon auf der Terrasse. Der eine will Krautspatzen, der andere Bockwürste oder Gulaschsuppe. Wir lassen uns Zeit, genießen die Sonne und den herrlichen Blick. Am Hütteneck zapfen wir Wasser. Der Wirt kommt. Das sei die Hundetränke. ?Wir sind doch alles Hunde? meint Thomas. Was soll das Wasser frisch vom Berg schon haben? Mit vollen Flaschen zurück zur Gratrippe und durchs nächste Kar fast waagerecht auf dem wunderbaren Höhenweg Richtung Kemptener Hütte. Für die zunächst geplante Route Richtung Kaufbeurer Haus haben wir keine Lust. Thomas braucht bald seinen Kaffee und so müssen wir halt nach Westen.

Wir müssen 100 Hm rauf und um den Hermannskarturm herum. Im nächsten Kar wartet der gleichnamige See. Ein Juwel in türkis mitten in den grauen Steinen. Dodo strahlt: ?Gute Route? meint er. Dann sind die Transalp-Sieger schon wieder weg und wir ziehen weiter rauf zur Krottenkopf-Scharte. Übereinstimmend wollen wir nicht auf den Gipfel, sondern zur Hüttengaudi. Nur Jörg hätte gerne den höchsten ?Allgäuer? mitgenommen. Dippi und Dodo brechen in den nächsten Downhill rein wie die Berserker. Wenns da mal einen schmeißt. Dodos Wahlspruch ?wer bremst-verliert? geht mir durch den Kopf. Ich weiß nicht, ob das so passt. Nach dem steilen Kar quer nach rechts zum Mädelejoch. Eine herrliche Quelle mit frischem, kalten Wasser kommt. Ich darf vorlaufen. Thomas kommt hinter mir, es macht uns allen einen Riesenspaß. Jetzt geht?s runter zur Kemptner Hütte. Dippi hält´s 5 Minuten hinter mir aus. Aber dann ist es wohl doch zu langsam und er brettert vorbei. Wir brauchen nicht lange und schon gibt?s Kaffee, Kuchen und Spezi. Es ist noch herrlich warm. Die Sonne brennt. Von den Gewittern noch nichts im Anmarsch. Dann müss mer halt doch aufstehen, die ersten Schritte etwas schwerfällig, aber bald ist das Blei wieder rausgelaufen. Durch den Sperrbachtobel hinunter. Von rechts kommt überall Wasser runter, die armen Bergwanderer flüchten sich in die Nischen am Wegrand.

Weiter unten steht der Hubschrauber auf nem Graskopf mitten im Gelände. Ein Mann liegt im Rettungssack und wird abgeholt. Wir schleichen uns ganz sachte vorbei und laufen die letzten Meter den Tobel runter und raus zur Talstation der Seilbahn.

Dann gemütlich zur Spielmannsau und die letzten Kilometer vor nach Oberstdorf, wo wir in der Trettach Abkühlung suchen.

Eine Top-Tour mit den besten Läufern und den besten Freunden. Was willst Du mehr??

Gerald

 









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